Viele Tiere – Viel Gülle – Viel Nitrat

In der letzten Woche gab es Nachrichten über eine neue Düngeverordnung.
http://www1.wdr.de/nachrichten/guelle-duengerecht-nrw-100.html
Diese soll nötig sein, da der EU aufgefallen ist, das wir etwas viel Nitrat im Grundwasser haben.
Ich hab das jetzt zwar nicht studiert, aber viele Tiere machen große Haufen. Und viel Gülle auf dem Feld macht am Ende Nitrat im Grundwasser.

Nun fallen diese Tiere, welche braucht um die kritischen Mengen von Hinterlassenschaften zu erzeugen, nicht vom Himmel. Die stehen vielmehr in extra dafür gebauten Ställen.
Das diese wie Pilze aus dem Münsterland, hatte ich an anderer Stelle schon bemerkt.
https://flic.kr/p/EX2igs
https://flic.kr/p/ufpoBv

Hier und da stehen vorn sogar die von Münsterland-Touristik geforderten fünf Alibikühe, damit es nach Ferien auf dem Land aussieht: https://flic.kr/p/o28D4J

Vermutlich braucht es für den Bau einer solchen Fleischfabrik eine Genehmigung. Und die mit großer Sicherheit gesponsorten Photovoltaikanlagen, welche sich auf vielen Dächern wiederfinden, dürften auch einen bürokratischen Vorlauf haben.

Möglicherweise bin ich ja etwas zu pessimistisch, aber die Nitratproblematik kann jetzt nicht wirklich etwas sein, das die Verantwortlichen ernsthaft überrascht. Das ganze ist gewollt! Oder zumindest auf knapp kalkuliert. Und dabei lasse ich die Ethik der Massentierhaltung sogar noch ganz aussen vor. Wie schlau es zudem ist, viel mehr Lebensmittel zu erzeugen als in vertretbarem Umkreis überhaupt verzehrt werden können darf sich auch jeder ganz allein für sich überlegen.

Donald Münchhausen

Seit ich lebe und die Gesellschaft um mich herum bewusst wahrnehme habe ich habe ich quasi keinen Politiker (und auch keine Politikerin) erlebt, der mich irgendwie überzeugt hat oder dem ich auch nur geglaubt hätte.
Ich erinnere mich daran als Kind die Nachrichten gesehen zu haben und schon damals habe ich nicht verstanden wieso ein Politiker in einem Interview wirklich nie auf die gestellte Frage antwortet, sondern immer eine Geschichte drumrum erzählt. An der Kindlichen Wahrnehmung hat sich zugegeben nicht viel geändert. Es kam damals keiner der mir das schlüssig erklärt hätte und es kam nie jemand, der es anders gemacht hat.
Nein, es kam schlimmer.
Von ein paar Tagen hat man in den USA wirklich einen Narzissten namens Donald seine Hand auf zwei Bibeln legen lassen und ihn zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gemacht.
Zwar zog er mit seiner Parade im Nieselregen an leeren Tribünen vorbei, das hindert ihn – und inzwischen seine Sprecher – nicht daran das Gegenteil zu behaupten und den Begriff der Alternativen Fakten ins Spiel zu bringen.
Das ist so ungeheuerlich, wie es schon einige seiner Äußerungen im Wahlkampf waren. Wer noch drei funktionierende Gehirnzellen hat ist fassungslos ob dieser Dreistigkeit. Und wem dabei nicht auffällt, wie brandgefährlich dieser Mensch ist, dem kann man es auch nicht erklären oder darstellen.
Nicht teilen, kann ich die „Hoffnung“ einiger, das er sich im Amt einschleifen müsse. Oder das er möglicherweise sogar die Lust an seinem Amt verlieren könnte, weil er auch als Präsident nicht allmächtig ist und jedem das Spielzeug nach belieben wegnehmen kann.
Das ist die klassische Unterschätzung eines Narzissten die leider jedem unterläuft der noch keine persönlichen Erfahrungen mit einem solchen Menschen machen musste.
„Das wird schon nicht so schlimm.“
Doch!
Das wird sogar schlimmer. Er wird immer, _immer_, IMMER einen Weg finden seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und es werden immer, _immer_, IMMER die anderen Schuld sein. Dabei ist es nicht so, das es ihn nicht interessiert wie es anderen dabei geht. Er kriegt es schlicht und ergreifend nicht mit. Das schützt zuverlässig vor jeder Art von Skrupel.
So etwas wie Stolz, Ehre und Verantwortung kann er in seinen Reden manipulativ einsetzen. Im eigenen Leib hat er davon jedoch keinen Funken.
„Warten wir erstmal wirklich ab, was er tut.“
Es wird bei dem bleiben, was seine ersten beiden Amtshandlungen waren. Destruktiv sein. Verhindern. Verbieten. Mit etwas ernsthaft konstruktivem rechnet wohl niemand, ich jedoch rechte ehrlich gesagt mit gar nichts ausser Unheil und Blendwerk.
Ändern kann ich es jedoch nicht. Nur aushalten. Und hoffen. Das er zumindest von „Football“ und „Biscuit“ keinen Gebrauch macht.

Vom knarzen, knirschen und klicken

Es ist offensichtlich und hoffentlich bekannt, das ich Radfahren als Bewegungsform und das Fahrrad als Verkehrsmittel sehr schätze. Doch es soll hier nicht um Verkehrstechnische Revolutionen gehen, auch wenn es dafür durchaus an der Zeit wäre.
Es soll auch nicht um die positiven Auswirkungen von Bewegung im Allgemeinen und Ausdauersport im Speziellen gehen. Sondern um komische Geräusche, die so ein Fahrrad machen kann.
Da ich es mag alten Rädern mit ein wenig Liebe das Leben zu verlängern, gibt es immer wieder Dinge zu reparieren und Verschleißteile auszutauschen. Zu unterschiedlichen Defekten gehören dabei unterschiedliche Geräusche. Jetzt kann es mit dem Teufel zugehen und verschiedene Geräusche treten unmittelbar hintereinander oder gar gleichzeitig auf. Möglicherweise ist auch ein Geräusch beseitigt, aber direkt darauf manifestiert sich ein ähnliches Geräusch. Oder ein lauteres Geräusch übertönt ein leiseres.

Dazu eine brandaktuelle Geschichte – Nicht aus dem Nähkästchen, aber aus dem Werkzeugkoffer.

Es begann mit einem Klicken. Nach einer mehrstündigen Regenfahrt war ein niedrigpreisiges und eher schlecht abgedichtetes Pedal am Ende seiner Lebensdauer angekommen und machte mit dem dafür klassischen Klickgeräusch auf sich aufmerksam. Geräusch erkannt – Gefahr gebannt. Pedale zu tauschen ist kein großes Ding, da mich solche Geräusche nerven, musste dies sogar beim nächsten Radladen an der Strecke passieren.
Das Geräusch war weg. Fast.
Da war noch ein Klicken. Leiser und seltener. Aber es war da und sollte in den folgenden Tagen aufdringlicher werden. Hier ließ sich das Innenlager als Verursacher ermitteln. Vom Pedal nur durch Pedalarm getrennt, ist es doch in der Lage völlig unabhängig seine eignen Geräusche zu produzieren. Das zwei Bauteile, welche räumlich so nach beieinander lokalisiert sind, im Wochenabstand auf ihren Austausch drängen, sorgt zwar für Stirnrunzeln und Schulterzucken, bleibt letztlich ein Zufall.
Nachdem das Klicken beseitigt war, mischte sich ein Knatschen in die Symphonie. Das war eindeutig der Sattel. So etwas machen Ledersättel schon mal, oder? …
Mir blieb auch nicht viel Zeit über das Knatschen zu reflektieren, denn es kam ein deutlich aggressiveres Knarzen dazu. Es gibt Geräusche, die sind nur lästig und kündigen die Schädigung oder den Verschleiß eines Bauteils eigentlich viel zu früh an. Damit kann man je nach Laufleistung noch Wochen, Monate oder gar Jahre durch die Gegend fahren. Es gibt jedoch auch Geräusche, die deutlicher sind. Die von einem baldigen Ende erzählen. Die dich deine Vorhaben ändern lassen.
Du machst, was die Geräusche wollen.
Es ist wie mit einem Baby. Es gibt Laut, und je nach Laut wird es gefüttert, gewickelt oder geschmust.
Meine neues Geräusch kam vom Freilauf des Hinterrads, wie ich nach anfänglichen Zweifeln und deutlichem Unwillen letztlich doch einsehen musste.
Pedal und Innenlager habe ich ja tatsächlich gegen Neuteile getauscht, der Freilauf hingegen wurde der Einfachheit halber samt Laufrad getauscht. Und zwar gegen das, welches ursprünglich in dem geräuschvollen Fahrrad saß, jedoch aufgrund wiederholter Speichenbrüche gegen eben das gewechselt wurde, welches nach einiger Zeit den knarzenden Freilauf … könnt ihr mir noch folgen?
Jedenfalls erhöhen Altteile die Spannung, da du nie weisst, was als nächstes eine Überarbeitung benötigt.
Das Rad rollte jetzt wieder so ruhig, das dieses Knatschen vom Sattel doch langsam unangenehm wurde. Aber das machen Ledersättel doch nun mal … manchmal.
Manchmal bricht aber auch etwas vom Gestell des Sattels und er Knatscht deswegen. Das gebrochene Teil meines Sattels nennt sich Spannbolzen und sorgte indirekt für die immer lauteren Geräusche unter dem Hintern.
Mit getauschtem Spannbolzen, bzw. dessen Ersatz durch eine Spannschraube, ist jetzt tatsächlich Ruhe. Für den Moment. Was habe ich davon? Nichts! Denn es regnet.
Doch das gibt mir die Zeit diesen Gedankengang schriftlich festzuhalten. Denn was erzählt uns dieser Mensch da von komischen Geräuschen die sein Fahrrad macht?
Mehr oder weniger unmittelbar nacheinander sind völlig unabhängige Defekte an meinem Fahrrad aufgetreten. Und so sehr das nervt hat der eine nichts mit dem anderen zu tun und jeder defekt muss auf seine Art und Weise repariert werden.
Ich bin doppelt so alt wie dieses Fahrrad, muss gänzlich ohne Ersatzteile auskommen und bin dabei wahrscheinlich ein deutlich komplexeres System.
Daher sollte man mit dem menschlichen Körper – am besten mit seinem eigenen – noch eine ganze Runde aufmerksamer umgehen, als ich mit meinem Fahrrad. Ähnliche Beschwerden können durchaus unterschiedliche Ursachen haben. Es können auch völlig unabhängige Dinge rein zufällig nacheinander auftreten, so das es wirkt als wäre das eine eine Folge des anderen. Wir Menschen neigen dazu in solchen Kausalketten zu denken. Was nicht generell falsch ist, denn es gibt auch genug Dinge die aufeinander aufbauen. Bei Folgefehlern muss ich jedoch ganz nach Vorn zur Ursache.
In jedem Fall gilt: Schau genau!
Denn es bleibt bis auf weiteres vieles am Betroffenen hängen, da Ärzte sich leider oftmals weniger Zeit nehmen als Fahrradmechaniker.

In diesem Sinne: Take care of yourself – Prends soin de toi – Береги себя – Dbaj o siebie – Zorg goed voor jezelf – مراقب خودت باش – Curam habe de te – Pas på dig selv – Kendine dikkat et – Ta vare på deg selv – Να προσέχεις – Pass auf dich auf, Jung