Donald Münchhausen

Seit ich lebe und die Gesellschaft um mich herum bewusst wahrnehme habe ich habe ich quasi keinen Politiker (und auch keine Politikerin) erlebt, der mich irgendwie überzeugt hat oder dem ich auch nur geglaubt hätte.
Ich erinnere mich daran als Kind die Nachrichten gesehen zu haben und schon damals habe ich nicht verstanden wieso ein Politiker in einem Interview wirklich nie auf die gestellte Frage antwortet, sondern immer eine Geschichte drumrum erzählt. An der Kindlichen Wahrnehmung hat sich zugegeben nicht viel geändert. Es kam damals keiner der mir das schlüssig erklärt hätte und es kam nie jemand, der es anders gemacht hat.
Nein, es kam schlimmer.
Von ein paar Tagen hat man in den USA wirklich einen Narzissten namens Donald seine Hand auf zwei Bibeln legen lassen und ihn zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gemacht.
Zwar zog er mit seiner Parade im Nieselregen an leeren Tribünen vorbei, das hindert ihn – und inzwischen seine Sprecher – nicht daran das Gegenteil zu behaupten und den Begriff der Alternativen Fakten ins Spiel zu bringen.
Das ist so ungeheuerlich, wie es schon einige seiner Äußerungen im Wahlkampf waren. Wer noch drei funktionierende Gehirnzellen hat ist fassungslos ob dieser Dreistigkeit. Und wem dabei nicht auffällt, wie brandgefährlich dieser Mensch ist, dem kann man es auch nicht erklären oder darstellen.
Nicht teilen, kann ich die „Hoffnung“ einiger, das er sich im Amt einschleifen müsse. Oder das er möglicherweise sogar die Lust an seinem Amt verlieren könnte, weil er auch als Präsident nicht allmächtig ist und jedem das Spielzeug nach belieben wegnehmen kann.
Das ist die klassische Unterschätzung eines Narzissten die leider jedem unterläuft der noch keine persönlichen Erfahrungen mit einem solchen Menschen machen musste.
„Das wird schon nicht so schlimm.“
Doch!
Das wird sogar schlimmer. Er wird immer, _immer_, IMMER einen Weg finden seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und es werden immer, _immer_, IMMER die anderen Schuld sein. Dabei ist es nicht so, das es ihn nicht interessiert wie es anderen dabei geht. Er kriegt es schlicht und ergreifend nicht mit. Das schützt zuverlässig vor jeder Art von Skrupel.
So etwas wie Stolz, Ehre und Verantwortung kann er in seinen Reden manipulativ einsetzen. Im eigenen Leib hat er davon jedoch keinen Funken.
„Warten wir erstmal wirklich ab, was er tut.“
Es wird bei dem bleiben, was seine ersten beiden Amtshandlungen waren. Destruktiv sein. Verhindern. Verbieten. Mit etwas ernsthaft konstruktivem rechnet wohl niemand, ich jedoch rechte ehrlich gesagt mit gar nichts ausser Unheil und Blendwerk.
Ändern kann ich es jedoch nicht. Nur aushalten. Und hoffen. Das er zumindest von „Football“ und „Biscuit“ keinen Gebrauch macht.

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